2010.02.09
Oh, schon wieder Dienstag. Niemand hat es kommen sehen, dabei ist der Tag bereits zwei Stunden alt. Ich habe geträumt, auf meine Abschiedsparty wären alle gekommen, die ich jemals gekannt habe (plus Anhang, wie in “meine Seele hanget Dir an”) und obwohl ich so ein menschenscheuer Grottenolm bin, waren es eine ganze Menge. Ich wurde ein bißchen belehrt über die Aussteuerung meiner Anlage und über die Berechnung von RGB-Werten. “Ganz einfach!”, tönte ich, man müsse doch nur jeweils die Differenz von 256 und dem aktuellen Wert bilden, aber auf den Rätselseiten des Zeitmagazins, das der Gast für seine Berechnungen verwandt hatte, waren ellenlange Quadratwurzeln gezogen worden – was für ein Sinnbild für den Zahn meiner Weisheit, den ich also verlor. Meine Frisur wechselte von einer imposanten Charlotte-Knobloch-Pracht über Modell Moosi zur Tonsur.
Harald Lesch als Albrecht Beutelspacher wünscht gute Nacht.
2010.02.04
Geträumt, ich würde jemandem mit den Worten vorgestellt: Das ist der Verfasser des Bestsellers: “Jetzt wird es langsam Zeit”, dann aufgewacht - es war bereits Mittag. Tags zuvor hatte ich noch bis tief in die Nacht an einem Roman mit dem Titel “Ich muß morgen relativ früh aufstehen” gearbeitet.
Ich habe mir überlegt, daß ich im Alter den Schritt in die Abstraktion tun, mich ins große Format wagen, oder einen Preis ablehnen kann, dreißig Jahre später wird meine bereits stark verweste Leiche aufgefunden werden, es sei denn, ich werde sehr alt, was wahrscheinlicher ist, da ich das Leben eines Klerikers führe. Dann werde ich statt eine stark verweste Leiche zu sein, einen regelrechten Leichnam haben und es wird heißen: Er hat sich bereits zu Lebzeiten einen großen Leichnam gemacht. Zu nennen sind seine beiden Romane. Ich darf aber bereits jetzt darauf hinweisen, daß es noch einen dritten Roman gibt, die Entdeckung des heißen Literaturherbstes 2047!
Weitere Themen:
Politik:
Herrschende Klasse schottet sich ab. Wer bleibt dauerhaft unter der Wasserlinie, welches Fett schwimmt trotzdem oben?
Meinung:
“Das Internet ist eine Lüge”. Interview mit Ossi Urchs (Sascha Lobo).
Kultur:
Rundungen. Das neu eröffnete Frauenmuseum von Johannes Heesters (109).
2010.02.04
Adjöh, Ronsens’ Blogroll, du warst ein treuer Freund in all den Jahren.
2010.02.01
Ge Vater, laß mi! Mag ’s Nannerl neck’n!
2010.02.01
Wer nie so werden wollte, muß nur damit aufhören, so zu sein. Das können Sie auch! Ich z.B. höre jetzt auf, dick zu sein, freuen Sie sich auf schlanke Jahre! Endlich kann man den Gürtel wieder enger schnallen. Kein Luftanhalten beim Ankleiden mehr! Statt “mehr” schreibe ich immer “mher”! Vielleicht liegt es an Yello Biafra? Ich war zwar einmal ein dicker Junge, aber davor war ich ein sher dünnes Kind, meine Tante Pia sagte manchmal: “wie ein Biafrakind”, manchmal hörte ich auch woandersher zischelnde Stimmen von Fremden, die meiner Handgelenke ansichtig wurden: “Biafra!” wisperte es und gemeint war ich. Wer z.B. kein blöder Spießer mit Espressomaschine, Musikgeschmack und Bausparvertrag sein will, verkaufe seine Espressomaschine bei Ebay, überlasse die Schallplatten dem Trödler und kündige den Bausparvertrag. Nachteil: keiner. Darf man natürlich nicht so spießig für sein.
2010.01.31
Der Ort und die Zeit gehören zusammen und wenn man sich an den einen begibt, muß man sich nicht wundern, wenn Personal aus der anderen auch schon da ist und aus dem Untergeschoß wie mit Nadeln durch die Dielen nach einem sticht. Dennoch mußte ich mich sehr wundern. Darüber hinaus wunderte ich mich fast darüber, daß nicht auch noch Sigmund Ihlau aufkreuzte, um mir die Suppe just an dem Ort zu versalzen, wo ich bereits im letzten Jahrhundert sieben verlorene Jahre zugebracht hatte. Dann aber lief alles besonders gut, wie ich fand und am Ort der verlorenen sieben Jahre kehrte in meine aufgewühlte Seele Heiterkeit ein, als ich mich daran erinnerte, daß mir im Jahre 2003 ein Spiegel zu Bruch gegangen war. Wenn das was damals folgte, Unglück gewesen sein soll, was für Freuden würden mich wohl noch im Rest meines Lebens erwarten? Froh und entronnen legte ich mich in das kühle Matratzengrab, wo wir den Spiegel zu Fall gebracht hatten und gedachte des Personals aus dieser Zeit.
2010.01.26
da sagt die Pomeranze, ja sixtnet, daß i tanze
Brölmalerei
Manschen bei Maischberger
2010.01.26
Meinhard Miegel als Norman Foster
2010.01.23
geschlechtig und konsumig
“Sämig und lecker” steht als Übersetzung auf dem Pindakaas-Glas, was erfreulich ekelhaft klingt. Ekelfath habe ich zweimal aus Versehen geschrieben, was auch sehr gut paßt. Wer schnell zunehmen und ekelfath werden will, tue es mir gelcih. Vor lauter kulinarischer Beredsamkeit ist mir mein eigentliches Thema abhanden gekommen, aber es wird mir zu einem späteren Zeitpunkt schon wieder einfallen, vielleicht auch in einem späteren Zeitraum ohne Fenster.
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